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Nach der Quali ist vor der EM … Oktober 15, 2007

Posted by Huge in Fußball.
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Mit einem glanzlosen 0:0 gegen Irland ist die deutsche Nationalmannschaft bereits frühzeitig für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz qualifiziert. Zeit, ein wenig Bilanz zu ziehen und die Aufgaben der vor uns liegenden Monate auszuloten.

Die Torwartdiskussion

Weil Jens Lehmann bei Arsenal London seinen Stammplatz eingebüßt hat, wurde ihm von Seiten der Trainer nahegelegt, den Verein zu wechseln oder den Status der Nr.1 im deutschen Tor einzubüßen. An potentiellen Nachfolgern zumindest mangelt es in deutschen Landen nicht. Die Antwort Lehmanns im Irland-Spiel war eindrucksvoll. Sicher wie nie beherrschte der 37-jährige den Strafraum, verließ ihn im richtigen Moment, rettete einige Male auch mit starken Reflexen auf der Linie – kurzum: eine einwandfreie, fehlerlose Leistung. In dieser Form gehört Lehmann – Arsenal hin oder her – der Posten zwischen den deutschen Pfosten. Dass die Diskussion nun aber keineswegs abreißen wird, sollte allerdings auch klar sein.

Die Ausfälle

Die vergangenen Monate haben eines deutlich gemacht: diese Mannschaft kann jeden Ausfall kompensieren. Zumindest spricht ein Spiel wie das 2:1 gegen England diese Sprache. Unübersehbar jedoch fehlte zumindest im Spiel gegen die Iren das kreative Moment im Mittelfeld, das verletzungsbedingt in dieser Hinsicht die größten Sorgen bereitet. Ohne Ballacks Pässe, Schneiders Flanken geht wenig nach vorne, wo auch Abnehmer Klose fehlte. In der Abwehr dürften Metzelder und Mertesacker kaum zu ersetzen sein, während auf den Außen das Fehlen von Friedrich und Lahm kaum noch auffällt, angesichts der Alternativen Pander und Jansen, mit Abstrichen Fritz.

Die Trainerfrage

Gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann die Arbeit von Jogi Löw. Als Mann aus dem zweiten Gleid schaffte er es zum Nationalhelden, hat weiterhin nur eine Niederlage vorzuweisen. Kein Wunder also, dass der DFB längst auf eine Vertragsverlängerung wartet. Dass diese nur eine Frage der Zeit ist, sollte zutreffen, Löw will dennoch keineswegs bedingungslos unterschreiben. Er fordert weiter Reformen, vor allem im Jugend- und Trainerbereich. Der DFB wäre aus eigenem Interesse gut beraten, darauf einzugehen. Nicht nur wegen dem scheinbar unbesiegbaren Löw. Auch weil Deutschland nach wie vor in einigen Bereichen Nachholbedarf hat, um an die Weltspitze vorzurücken.

Die Übergangszeit

Noch etwa acht Monate dauert es bis zur EM, genügend Zeit um einiges zu verbessern. Jogi Löw wird sicherlich noch den einen oder anderen jungen Spieler bzw. Rückkehrer mit ins Boot holen und testen. Doch mindestens genauso wichtig ist es, früh die Mannschaft einzuspielen und eine Stammelf zu finden. Zudem müssen taktische und technische Abläufe weiter trainiert werden.

Der Kader

Die Nominierung des EM-Kaders könnte Jogi Löw noch einige Luxusprobleme bereiten. Fragezeichen stehen noch hinter der Nr.3 im Tor (z.Z. Enke) und vor allem im Mittelfeld hinter einigen jungen Spielern wie Rolfes oder Trochowski. Ohnehin sind es vor allem die jungen Spieler, die aufgrund der Ausfälle ihre Chance bekamen, die im Mai um ihren Platz zittern dürften, wenn die Alteingesessenen wieder topfit auf dem Platz stehen.

Die EM

Schaut man sich die Qualifikationsphase an, dürfte es eigentlich keinen anderen Favoriten als die DFB-Elf geben. Während sich Deutschland (in einer zugegebenermaßen schwachen Gruppe) souverän qualifizierte, müssen Weltmeister Italien und Vizeweltmeister Frankreich noch bangen, auch große Nationen wie England hatten Probleme. Wenn alle wichtigen Spieler fit sind, dürfte Löw in Österreich und der Schweiz ein Team zur Verfügung stehen, das die europäische Spitze für sich beanspruchen kann. Auch einige verletzungsbedingte Ausfälle sind – wie gesehen – kein Hindernis. Zumindest das Halbfinale sollte drin sein, auch wenn natürlich auch die Konstellation in den Gruppen bzw. Ko. – Runden eine Rolle spielt. Düster sind die Aussichten jedenfalls nicht …

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