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Die Zukunft gehört uns … Juli 11, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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Öfter war gestern Abend die Floskel vom „versöhnlichen Ende“ zu hören, nachdem die deutsche Mannschaft mit einem 3:2 gegen Uruguay Platz drei bei der WM erfolgreich verteidigt hatte. So, als hätte es in den letzten vier Wochen jemals auch nur einen unterschwelligen Konflikt zwischen Mannschaft und Fans in Deutschland gegeben. Im Gegenteil: es war begeisternd, ansteckend und aufregend. Ich war selten so glücklich beglückt wie nach dem England-Spiel und fast nie so beeindruckt wie ob des Argentinien-Spiels. Es waren große Spiele, dafür Danke!

Dass es am Ende wieder nicht für einen Titel gereicht hat, rief nach dem Spanien-Spiel alsbald die unverbesserlichen Kritiker auf den Plan. Da war die Rede von Ängstlichkeit und „vergessen, wie man Fußball spielt.“ Mit Verlaub: Quatsch! Diese Leute sollen froh sein, keine Engländer, Franzosen, Italiener, Brasilianer oder Argentinier zu sein. Die Mannschaft hat Großes geleistet, obwohl die Vorzeichen nicht günstig waren. Und das Schöne ist: die Hoffnung besteht, dass es so weitergeht.

Denn einem Team, das mit einem Altersdurchschnitt von unter 25 Jahren so aufspielt, gehört die Zukunft. Nur ein kurzer Blick auf das Innenleben der Mannschaft zeigt das ungeheure Potential für die nächsten Jahre. Thomas Müller (20) hat die WM genutzt, um sich auch international einen Namen zu machen und ist einer, der dieses Jahrzehnt fußballerisch prägen kann. Sami Khedira (23) auf der Doppel-Sechs und Mesut Özil (21) als kreativer Kopf haben dafür gesorgt, dass Michael Ballack nur sehr sporadisch vermisst wurde. Manuel Neuer (24) ist der Vorreiter einer neuen Torwartgeneration.

Diese drei Stammspieler waren bereits bei diesem Turnier Stützen einer erfolgreichen Mannschaft, das Gefolge aber ist groß. Allen voran ist dort Toni Kroos (20) zu nennen: bei der WM leider nur Kurzarbeiter, gilt er aber als das größte deutsche Fußballtalent und wird mit Sicherheit den Sprung in die internationale Klasse schaffen. Auch Jerome Boateng, Holger Badstuber, Dennis Aogo und Marko Marin waren in Südafrika dabei und haben Entwicklungspotential. Dahinter stehen immer noch Namen wie Höwedes und Hummels. Die U-21-Europameister des vergangenen Jahres könnten zur Goldgrube des DFB werden – und die U18 und U19 haben ebenfalls Titel gewonnen …

Wie immer macht es die Mischung. Neben diesen jungen Hoffnungsträgern wird die Mannschaft von Spielern geführt, die fast ebenso jung, aber schon ungleich erfahrener sind. Manchmal mag man es kaum glauben, dass Lukas Podolski (79 Länderspiele) und Per Mertesacker (69 Länderspiele), die scheinbar schon immer dabei waren, erst 25 Jahre auf dem Buckel haben. Sie kommen also erst noch ins rechte Fußballeralter. Überhaupt standen im WM-Kader nur drei Spieler über 30.

Besondere Aufmerksamkeit sollte Bastian Schweinsteiger gewidmet werden, der bei dieser WM evtl. den gleichen Schritt gemacht hat wie Lothar Matthäus 1990 in Italien. Seine Bedeutung und seine Leistung bei diesem Turnier ist gar nicht hoch genug zu würdigen. Nicht nur, weil der 25-jährige absolut überragende Leistungen auf dem Platz zeigte und Michael Ballack damit mehr als gleichwertig ersetzte, sondern auch, weil er auch neben dem Platz zu einem Großen herangewachsen ist. Wie Schweinsteiger nach dem Uruguay-Spiel alle Spieler in die Fankurve holte oder jeden Mitarbeiter umarmte, da zeigt sich der Führungsspieler. Er und Philipp Lahm stehen für eine Spielergeneration, die Verantwortung übernimmt und fordert.

Zu hoffen – und aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich – ist, dass Jogi Löw weiterhin Bundestrainer bleibt. Auch für ihn war es ein entscheidendes Turnier. Auch wenn der Fußballfan als solcher sehr vergesslich ist, dürfte Löw sich mit seinen Entscheidungen und deren Erfolg eine Menge Respekt verschafft haben. Wer hätte gedacht, dass der abgestiegene Friedrich, der gefrustete Podolski, der formschwache Klose so aufspielen? Dass nach den Ausfällen von Ballack, Westermann und Adler zeitweise Fußball wie im Traum gespielt werden würde? Ich nicht. Wenn Löw will, bin ich mir sehr sicher, dass innerhalb der nächsten paar Wochen der neue Vertrag steht. Denn diese Mannschaft ist Löws Werk, es sind seine Jungs.

Natürlich kennen wir die Einwände, die unweigerlich kommen. Ein Erfolg in der Gegenwart wäre ja schöner gewesen als das Warten auf die Zukunft, wir kennen die tragischen Geschichten der goldenen Generationen aus England und Portugal und wir waren damals auch nicht auf Jahre unschlagbar. Aber wir haben Hoffnung und wir freuen uns auf die nächsten Spiele. Klar werden wieder schwache Leistungen kommen, Durststrecken im Sturm und Fehler in der Abwehr. Aber wir sehen jetzt nicht nur, was ist, wir sehen, was draus werden kann. In zwei Jahren ist wieder Europameisterschaft.

Nicht nur Sieger sind Gewinner … Juli 8, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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Am Ende fehlte wieder einmal das Happy End, aber unsere Mannschaft hat eine große WM gespielt. Ein Plädoyer gegen die Enttäuschung.

Es ist ein komisches Gefühl, das an diesem Mittwoch Abend zu Besuch ist. Gerade hat Deutschland mal wieder einen Titel verpasst, 0:1 im Halbfinale gegen Spanien verloren. Wahrscheinlich ist es so etwas wie Enttäuschung, nachdem wir alle so viel erwartet hatten, nicht zu Unrecht. Die Stadt ist totenstill und Thees Uhlmann sagt mir, dass es nicht die Sonne sei, die untergeht, sondern die Erde, die sich dreht. In diesem Moment ist das ein schwacher Trost.

Eine Nacht später setzen sich drei Erkenntnisse durch: es muss immer einen Verlierer geben, Spanien hat verdient gewonnen und wir können stolz auf diese Mannschaft sein. Vor der WM hat Jogi Löw viel Kritik und Unverständnis einstecken müssen. Im Endeffekt hat der Trainer aber wieder einmal fast alles richtig gemacht. Ich zumindest behaupte nicht, es immer gewusst zu haben. Diese Spiele gegen England und Argentinien gehörten zum Besten, was ich je von einer deutschen Mannschaft gesehen habe – und ich habe viele Spiele gesehen. Die wahrscheinlich besten Spieler der WM trugen deutsche Trikots: Müller, Friedrich, Klose.

Die deutsche Mannschaft hat Großes geleistet in diesen vier Wochen. Über weite Strecken hat es Spaß gemacht zuzuschauen. Der Blick über die Grenzen zeigt, dass wir dankbar sein können für dieses Team: wir sind keine zerstrittenen Franzosen, keine überalterten Italiener und keine lustlosen Brasilianer. Das ist nicht gegen diese Nationen gerichtet, es ist nur eine Erinnnerung daran, dass auch diese Niederlage nichts daran ändert, dass unsere Jungs ein tolles Turnier gespielt haben.

Für mehr als spontane Enttäuschung ist also kein Platz. Diese Mannschaft hat Zukunft, sie ist jung und wird ihren Weg hoffentlich gehen (man muss ja nicht an die Negativbeispiele Portugal oder England mit ihren „goldenen Generationen“ denken). Wir freuen uns auf ein großes Fest im kleinen Finale am Samstag. Und spätestens bei der Rückkehr nach Deutschland wird auch die Mannschaft merken, dass nicht nur Sieger Gewinner sind.

Kleine Analyse … Juni 27, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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WM-Achtelfinale: Deutschland – England 4:1

War es nicht geil? Nun ja, ich bin nicht hämisch und will es auch nicht werden, deshalb vorneweg: wenn England das 2:2 schießt, läuft so ein Spiel selbstverständlich anders. Der Ball war drin und wurde nicht gegeben, aber dafür können die Deutschen so wenig wie die Engländer für das Wembley-Tor – auch wenn wir uns natürlich freuen. Alles, was wir können, ist darüber zu reden, was wir gesehen haben und nicht darüber, was hätte passieren können.

Ansonsten war es ein wunderbares Spiel. In Germany, we call it a Klassiker. Die ersten Minuten geprägt von Abtasten, aber schon bald zeigte Deutschland, wo es lang geht. Beim 1:0 von Klose macht England so ziemlich alles falsch, was man in der Abwehr falsch machen kann: haarsträubender Stellungsfehler bei Neuers Abschlag, Laufduell verloren, James kommt zu spät raus. Dann diese Kombinationen, diese Spielfreude, dieses Tempo, direktes Spiel, herrlich, so entsteht das 2:0 von Podolski. England steht völlig neben sich.

Kommt dann aber zurück. Neuer sieht beim Eckball, der zum 1:2 führt, nicht gut aus, ziemlich orientierungslos. Über Lampards Tor sprachen wir bereits. Das machte es noch einmal spannend, und tatsächlich verlor Deutschland in dieser Phase leicht das Konzept. Nach der Pause lag das Spiel dann aber wieder in deutschen Händen: 3:1 Müller, 4:1 Müller, der Junge ist ein Wahnsinn. England gibt sich auf.

Schweinsteiger, Müller und Friedrich haben heute im Team eine Rolle gespielt, deren Stellenwert mit Worten kaum zu beschreiben ist. Riesig, wie der vielgeschmähte Friedrich im eigenen Strafraum zwei Engländer mit Leichtigkeit ins Leere laufen lässt. Insgesamt war es eines der besten Spiele gegen einen nominell derart starken Gegner, die ich gesehen habe – und ich habe viele Spiele gesehen.

Kurz noch zu England: Die Three Lions tun mir Leid. England ist (neben Spanien) eine der Mannschaften, denen ich wirklich Titel wünschen würde, weil sie Spielertypen haben, die ich bewundere und die heiße Lieblingsspielerkandidaten sind: Gerrard, Terry, Lampard, J. Cole. Schade, dass diese vielversprechende Generation, die auf Vereinsebene alles gewonnen hat, bei Turnieren nur selten ihre überragenden Fähigkeiten beweisen konnte.

Und Deutschland? Deutschland gehört nach diesem Spiel ohne Zweifel zum Kreis der Favoriten. Im Fernsehen ermitteln Argentinien und Mexiko gerade den Gegner für Samstag. Aber wir müssen uns in dieser Form vor niemandem verstecken, auch nicht vor Argentinien. Es ist alles möglich. Und mal ehrlich: sind es nicht Tage wie diese, für die wir dieses Spiel lieben?

Gekaufte Fans und geklaute Bilder – die Exoten der WM … Juni 15, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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Über keine andere Mannschaft weiß man so wenig wie über Nordkorea. Aber was man über sie weiß, ist so wissenswert, dass es hier unbedingt explizit erwähnt werden muss. Die Teilnahme Nordkoreas an den Sportfestspielen des kapitalistischen Auslands nämlich funktioniert nach seiner eigenen Logik. Bereits vor der WM hat der Verbandspräsident als Ziel ausgegeben: „Nordkorea wird die WM gewinnen. Dies wird uns dank der großartigen Unterstützung unseres geliebten Führers Kim Jong-Il gelingen.“ Dazu muss man wissen, dass die Mannschaft zu den wahrscheinlich schwächsten der 32 Teams gehört.

Um die Chancen zu verbessern, wollte der Trainer vor dem Turnier einen Stürmer als Torwart getarnt nominieren, um im Angriff mehr Alternativen zu haben. Das wurde aber von der FIFA verhindert. Fans haben die Asiaten übrigens auch. Die 2000 Schlachtenbummler kommen aber keineswegs aus der Heimat, sondern sind gekaufte Chinesen – alle Nordkoreaner haben Ausreiseverbot. Aufgrund diplomatischer Verwicklungen mit Nachbar Südkorea, von dem man ursprünglich die Fernsehbilder  übernehmen sollte, gibt es theoretisch nichts von der WM in Nordkorea zu sehen. Praktisch allerdings haben die gewieften Techniker des kommunistischen Staates allerdings einen Weg gefunden, die Bilder des südkoreanischen Fernsehens abzufangen und in ihr Land zu übertragen. (Hochinteressant wäre es, mehr über die Berichterstattung zur WM in Nordkorea zu erfahren. Ich glaube fast, dass dort Nordkorea tatsächlich Weltmeister wird.)

Und bevor Oliver Kahn das nächste Mal von Druck spricht: damn it, unter Druck stehen sie tatsächlich. 1966, als Nordkorea erstmals bei einer WM teilnahm und sogar sensationell Italien aus dem Turnier schoss, wanderten nach der WM mehrere Spieler in Arbeitslager, weil sie den „geliebten Führer“ enttäuscht hatten. Sportlich allerdings haben die Nordkoreaner schon für die erste Überraschung gesorgt: gegen Brasilien verloren sie zwar 1:2, hielten aber mehr als 45 Minuten lang sehr gut mit.

Welch ein Auftakt! … Juni 13, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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Endlich startete auch die deutsche Elf in die WM 2010 – und wie! Mit einem 4:0 über Australien und einer nahezu makellosen Leistung wachsen die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Turnier.

Vor dem Anpfiff ist sie dann doch da, die Nervosität und das Kribbeln. Das Leipziger Zentralstadion, wo die größte Public-Viewing-Veranstaltung der Stadt stattfindet, ist eher mäßig gefüllt, die Vorfreude aber greifbar. Nach der Nationalhymne geht es endlich los. Die ersten fünf Minuten verlaufen recht ereignislos, bis auf eine erste gefährliche Aktion der Australier, die Lahm abblockt. Dann aber  zünden Jogis Jungs den Turbo. Zuerst konnte Schwarzer noch gegen Klose abwehren, dann aber ein herrlicher Pass von Müller auf die andere Seite des Strafraums, wo Podolski mit seinem linken Hammer einnetzt. 1:0 für Deutschland, ein Traumstart. Im Zentralstadion liegen wir uns in den Armen.

In dem Tempo geht es weiter. Nach einigen vergebenen Möglichkeiten schießt die fast ungestört aufspielende deutsche Mannschaft das zweite Tor: der umstrittene Miroslav Klose ist nach einer Lahm-Flanke vor Schwarzer am Ball und köpft das 2:0. Zwischen der 25. und 35. Minute hat die DFB-Elf ihre vielleicht stärkste Phase mit einem kreativen Özil, einem beweglichen Müller, einem souveränen Schweinsteiger. Ein Lupfer von Özil wird nur wenige Meter vor dem leeren Tor noch geklärt.

Die 2:0-Führung ist für Deutschland nur kurzzeitig ein Grund, einen Gang zurückzuschalten. Durch eine sehr harte rote Karte gegen Tim Cahill verliert Australien auch noch seinen einzigen echten Stürmer, Deutschland bekommt noch mehr Platz und Möglichkeiten. Thomas Müller versetzt am Strafraum einen Australier und schickt den Ball so passgenau ins linke Eck, als hätte er in seinen 20 Lebensjahren nie etwas anderes gemacht, als vor 60.000 Zuschauern bei einer Weltmeisterschaft zu spielen. Der eingewechselte Cacau hat schließlich wenig Mühe, nach einem Querpass von Özil das 4:0 zu schießen.

Anscheinend hat Jogi Löw wieder einmal alles richtig gemacht. Lukas Podolski und Miroslav Klose, in ihren Vereinen viel geschunden, haben das Vertrauen mit Toren zurückgezahlt. Auch Thomas Müller, der kurzfristig für Piotr Trochowski in die Startelf rutschte, gehörte zu den herausragenden deutschen Spielern. Wirkliche Kritik am deutschen Spiel gibt es eigentlich nicht, es war ein grandioser Auftakt. Australien allerdings gehört offensichtlich nicht zu den großen Herausforderungen dieses Turniers, schon mit Serbien und Ghana warten schwerere Gegner. Bis dahin sei die Freude über einen begeisternden ersten WM-Auftritt erlaubt.

WM-Stöckchen … Juni 8, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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1. Vier Jahre liegt jetzt das Sommermärchen bei der WM in Deutschland zurück. Welche Erinnerungen hast du noch an die letzte Weltmeisterschaft, welches waren die prägendsten Erlebnisse?
Die größten emotionalen Momente waren das 1:0 in der Nachspielzeit gegen Polen und das Elfmeterschießen gegen Argentinien. Das wird mich wohl einige Lebensjahre gekostet haben.

2. Am 11. Juni ist es dann soweit. Zum ersten Mal findet eine Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent statt. Es wurde im Vorfeld viel über Sicherheitsaspekte und mangelnde Infrastruktur gesprochen. Glaubst du trotzdem, dass die WM ein friedliches und buntes Spektakel wird?
Ich denke schon. Zugegebenermaßen war ich auch lange skeptisch, gehe aber davon aus, dass alles gut gehen wird und wir, bis auf ein paar kleinere Zwischenfälle vielleicht, ein unkompliziertes Turnier erleben.

3. Und wie groß ist die Vorfreude dieser Tage bei dir selbst?
Ehrlich gesagt: die ganz große WM-Stimmung fehlt noch. Das liegt vor allem an all den Verpflichtungen des Alltags, den zu lesenden Texten, zu lernenden Theorien, nicht zu vergessenden Treffen, usw. Daher habe ich auch die Befürchtung, dass die WM-Stimmung selbst in diesem Jahr nicht so groß ausfallen wird, leider. Es ist zu viel nebenher, was man nicht einfach ausblenden kann.

4. Kommen wir mal zur Nationalmannschaft. Jogi Löw nimmt ein sehr junges Team mit nach Südafrika. Viele Spieler absolvieren ihre erste WM. Bist du zufrieden mit der Spielerauswahl oder wer hätte deiner Meinung nach unbedingt mitkommen müssen oder zuhause gelassen werden?
Michael Ballack wäre natürlich nicht schlecht gewesen ;) Und Kevin Kuranyi hätte ich persönlich mitgenommen, wie ich auch insgesamt einige Personalentscheidungen Löws in seiner Amtszeit fragwürdig fand. Insgesamt aber kann ich gut mit dem Kader leben und hoffe, dass auch die Jungs, die in den vergangenen Wochen eher wenig gezeigt haben, in Form kommen.

5. Michael Ballack fehlt Deutschland wegen seiner Verletzung aus dem FA-Cup-Finale. Danach ging eine kleine Apokalypse durch Fußball-Deutschland. Alles nur Pessimismus und Panik oder ist die Nationalelf ohne Ballack wirklich so viel schlechter?
Natürlich fehlt ohne Ballack eine wichtige Person auf und neben dem Platz. Auch in der Offensive wird Ballacks Kopfballstärke  nach Standards, die schon manch schwaches Spiel gerettet hat, vermisst werden. Trotzdem hat Sami Khedira bereits gezeigt, dass er auf der Doppel-Sechs zwar kein gleichwertiger, aber hochwertiger Ersatz ist. Außerdem befindet sich Schweinsteiger in der Form seines Lebens und wird evtl. einen großen Schritt in Richtung Ballack-Nachfolger tun.

6. Miroslav Klose hängt schon seit vielen Spielen seiner Form meilenweit hinterher. Wenig Spielpraxis in der Bundesliga bei den Bayern, in der Nationalmannschaft häufig ohne jede Bindung zum Spiel. Muss Klose auf der Bank Platz nehmen?
Von der Leistung her wäre es durchaus gerecht. Klose hat aber in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass er einer der Stürmer ist, die aus dem Nichts treffen können mit ihrem Torinstinkt und seiner Kopfballstärke, die ich bei den anderen Stürmern nicht so stark sehe. Ich bin also gespannt, wie Löw entscheidet.

7. Manuel Neuer als Nummer 1 bei der WM für Deutschland im Tor – die richtige Entscheidung?
Unbedingt. Neuer ist ein großartiger Torwart mit tollen Reflexen und einem guten Spielverständnis. Tim Wiese hätte es vielleicht auch verdient gehabt, aber ihm fehlte die Bindung ans Team noch mehr als Neuer nach dem Ausfall von Adler. Und Butt, naja …

8. Auf welches Team und auf welche Spieler freust du dich besonders bei dieser WM?
Sehr gespannt bin ich, ob es wirklich das Turnier des Lionel Messi wird. Oft war es in den vergangenen Jahren ja eher so, dass die großen Stars nach der anstrengenden Saison eher schlapp spielten. Und ich freue mich auf Spanien, denn die haben mich bei der EM mit ihren Spielern und ihrer Spielweise absolut begeistert.

9. Wer ist dein Weltmeister-Tipp? Und wer ist dein Geheimfavorit?
Mein Favorit ist Spanien – ich glaube, dass die Spanier in der Zusammensetzung derzeit ein nahezu perfektes Team haben, siehe Euro 2008. Dahinter Argentinien, vor allem natürlich wegen Messi. Wobei ich gar nicht wissen will, was Maradona abzieht, wenn er Weltmeister wird. Geheimfavorit ist England, vielleicht schafft es Capello aus den Stars ein erfolgreiches Team zu formen.

10. Wie weit kommt die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika?
Im Achtelfinale könnte es schon eng werden, wenn wir auf England treffen. Der Erfolg der Nationalmannschaft wird also auch von den Konstellationen der anderen Gruppen abhängen. Mal ganz objektiv halte ich das Viertelfinale für realistisch und mit etwas Glück das Halbfinale.

11. Für welches andere Team neben Deutschland drückst du noch die Daumen?
Für den gastgebenden Kontinent und evtl. auch die Stimmung im Turnier wäre es natürlich schön, wenn die afrikanischen Mannschaften nicht alle in der ersten Woche ausscheiden …

12. Zahlreiche Stars werden verletzt bei der Weltmeisterschaft fehlen, viele gute Spieler, wie Torres, Fabregas oder auch Rooney, schleppten im Vorfeld der WM Verletzungen mit sich rum. Viele Stars nicht da, viele vielleicht nicht ganz fit. Sehen wir eine eher von der spielerischen Seite mäßige WM?
Ich werde auf jeden Fall viele der Stars sehr vermissen. Für jemanden, der sonst den internationalen Fußball nur über das geschriebene Wort verfolgt, ist so eine WM eine der wenigen Möglichkeiten, die besten Spieler der Welt mal in Aktion zu erleben. Dennoch erwarte ich natürlich eine hochklassige WM, denn dort treffen die besten Spieler und besten Mannschaften aufeinander.

13. Wo verfolgst du die Spiele der Weltmeisterschaft? Hast du für das Deutschland-Spiel am Freitag, 18. Juni, gegen Serbien Urlaub genommen?
Mit Freunden, allein zu Hause, beim Public Viewing und vielleicht fahr ich auch mal nach Berlin. Natürlich bei ARD/ZDF. Und für das Serbien-Spiel hat Herr Prof. HJS die Vorlesung (nicht ganz uneigennützig) ausfallen lassen.

14. Günter Netzer oder Franz Beckenbauer?
Nun ja, wenn es denn sein muss: Günter Netzer. Seine kleinen Gefechte mit Gerhard Delling sind Kult und man muss ja mal sagen: er kennt die Mannschaften, die Spieler, er kennt sich aus. Franz Beckenbauer spricht schon mal von „dem Schwarzen da“.

15. Bela Rethy oder Marcel Reif?
Marcel Reif. Für mich der beste Kommentator, wie ich immer wieder feststelle, wenn ich ihn mal höre. Leider nur sehr selten.

16. Es ist die letzte WM für Günter Netzer als Experte in der ARD. Was denkst du gibt es als Abschiedsgeschenk von Gerhard Delling?
Keine Ahnung – einen Friseurgutschein?

17. Für alle Blogger unter uns: Was planst du an WM-Berichterstattung in deinem Blog?
Mal gucken, wie viel Zeit und Lust vorhanden sein wird. Ein WM-Tagebuch hatte ich mal angedacht, aber das wäre wohl auch zu viel des Guten. Ganz bestimmt wird es Gedanken und Kommentare zu den aktuellen Entwicklungen geben, auch zum Ereignis Fußball an sich, aber eher spontan.

18. Und hier ist noch Platz für Anmerkungen und Hinweise
Dort unten auf dem Fußballfeld ist nun der Mittelpunkt der Welt.

Das Schöne an der WM … Juni 5, 2010

Posted by Huge in Fußball, Launiges.
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… ist ja, dass plötzlich (fast) alle verstehen, dass Fußball so ziemlich das Größte überhaupt sein kann. Wo früher höchstens Gleichgültigkeit war, stößt man dieser Tage mindestens auf Verständnis, wenn nicht sogar die gleiche überbordende Begeisterung. Zwar geben sich nach wie vor nur die wenigsten derart den Ballfestspielen hin wie wir Verrückte, aber wenigstens wird man nicht mehr mitleidig belächelt, wenn man jubelt oder leidet oder einfach klare Prioritäten setzt.
Plötzlich kommt man ins Seminar und alle fangen von selbst an, über Fußball zu reden. Man muss nicht mehr selbst das Thema ansprechen, man wird nach seiner Meinung gefragt. Mädchen wollen Nachhilfeunterricht, besonders gefragt: Abseits und Trivia. Man muss niemanden mehr zum gemeinsamen Fußball gucken überreden, im Gegenteil. Wenn Deutschland am Mittag/Nachmittag spielt, geht man vormittags durch die Uni und sieht nur schwarz-rot-gold. Auf einmal ist man der beliebteste Student im ganzen Semester, wenn man während der Vorlesung ein Spiel auf dem Laptop sieht. Dort unten auf dem Fußballfeld ist jetzt der Mittelpunkt der Welt.
Für vier Wochen sind Fußballfreaks Mainstream. Ich finde das nicht schlimm. Ich freue mich, wenn sich Leute für diese wunderbare Sache begeistern können, für die Emotionen, für die Spannung – selbst wenn sie vom Spiel an sich nicht viel verstehen und spätestens Anfang August die WM-Euphorie auch schon wieder dahin ist, wenn der Bundesliga-Alltag wieder beginnt. Für vier Wochen gehört die Freude (und das Leid) am Fußball allen und nicht nur denen, die Woche für Woche in den Fankurven der Stadien stehen.Ich finde es schön.

Bilanz-Stöckchen … Mai 15, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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Verein: Positive Überraschung der Saison
Eigentlich müsste man hier ja Schalke 04 sagen, ich möchte den ersten Titel des Stöckchens aber Mainz 05 zusprechen. Die Mainzer entließen kurz vor dem Start ihren Trainer Jörn Andersen und starteten mit dem unerfahrenen Thomas Tuchel einen Sturmlauf. An Abstieg wurde nie ernsthaft gedacht. Dafür ein großes Kompliment.

Verein: Enttäuschung der Saison
Hier kann es keine andere Antwort als Hertha BSC Berlin geben. Nicht, weil man so viel von der Hertha hätte erwarten können – aber was in dieser Saison an der Spree gezeigt wurde, war einfach eine Katastrophe, die so nie passieren darf.

Spieler: Positive Überraschung der Saison
Meine persönliche Überraschung der Saison ist Sami Hyypiä. Dass Bayer Leverkusen einen 35-Jährigen holt, konnte ich zunächst nicht nachvollziehen. Sami Hyypiä aber machte 32 Spiele, wird vom Kicker als nach Noten viertbester Feldspieler geführt und hatte entscheidenden Anteil am Bayer-Höhenflug.

Spieler: Enttäuschung der Saison

Es kann nur einen geben:Lukas Podolski. Pixel haben sie verkauft, damit der Prinz endlich zurück in sein Reich kam. Und dann? Zwei Tore. Zwei! Eine riesige Enttäuschung.

Spieler der Saison
Arjen Robben
. Mit ihm kam der Erfolg und der schöne Fußball zurück nach München, als nach einer schwierigen Anfangsphase bereits Unruhe einkehrte. Ohne Arjen Robben wären weder Meisterschaft noch Champions-League-Finale möglich und nebenbei schoss der Holländer noch die schönsten Tore der Saison.

Größtes Talent
Ich beantrage eine Doppelnennung: Thomas Müller und Holger Badstuber. Als Nobodys wurden sie von van Gaal quasi ins kalte Wasser geworden, meisterten die Saison aber in allen drei Wettbewerben auf beeindruckende Art und Weise. Jetzt sind wahrscheinlich beide bei der WM dabei, mit 20 bzw. 21 Jahren.

Bester Trainer
Felix Magath hat auch auf Schalke großartige Arbeit geleistet. Wahrscheinlich ist er der einzige Trainer der Welt, der mit vier Klubs hintereinander in kurzer Zeit um die Meisterschaft mitgespielt hat. Und: es sieht so aus, als würde er auch auf Schalke etwas Großes aufbauen.

Schlechtester Trainer
Ich würde jetzt Labbadia sagen, aber der hat ja – man erinnert sich kaum daran – einen Senkrechtstart gehabt. Also geht der Preis an Armin Veh. Der hat es geschafft, die gesamte Meistereuphorie in Wolfsburg kaputtzutreten und hat es mit einer wirklichen guten Mannschaft zu nichts gebracht.

Bewertung der Saison nach Spannung (1-10)
7
– Schade, dass es am letzten Spieltag kein Herzschlagfinale gab. Die Meisterschaft blieb zwar lange offen, der Sieg der Bayern ließ sich aber schon früh vorhersagen. Im Abstiegskampf machte es Hannover mit einer starken Schlussphase nochmal spannend.

Warum nicht alles gut sein darf … Mai 11, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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Wahrscheinlich neigt der Mensch dazu, den Rückblick mit rosaroter Brille zu halten. Vielleicht ist es auch einfach ein Abwehrmechanismus gegen das böse Leben. In Bielefeld haben Arminia-Fans vor einigen Wochen die Aktion „Flagge zeigen – Ausverkauft gegen RWO“ gestartet. Dahinter steht der Wunsch, ein Zeichen für Arminia Bielefeld zu setzen: die Fans stehen hinter dem Verein und feiern, als wären sie aufgestiegen. An sich nicht schlecht, ich habe dennoch, trotz Aufforderung via facebook und Mail, darauf verzichtet für die Aktion hier auf dem Blog Werbung zu machen. Denn das erste, was mir dazu einfiel, war: Realitätsverlust.

Die Aktion wurde groß aufgezogen, sogar aktuelle und ehemalige Arminia-Legenden beteiligten sich. Tatsächlich kamen gestern zum Saisonabschluss gegen Rot-Weiß Oberhausen 15000 Zuschauer auf die Alm (lange nicht ausverkauft, aber ein guter Wert), die Stimmung soll herrlich gewesen sein und am Ende stand ein versöhnlicher 2:1-Sieg. Es sollte noch weitere Aktionen geben, etwa einen Marsch vom Jahnplatz zum Stadion oder eine Party auf dem Rathausplatz. Aber es darf eben nicht alles gut sein nach dieser bewegten Saison! Diese Allversöhnungstendenzen tragen nur dazu bei, dass sich nichts Entscheidendes für die Zukunft ändert.

Zu viel ist passiert in diesem Jahr: ein Millionenloch, von dem man gar nicht genau weiß, wie tief es eigentlich ist – eine Mannschaft, die in der Rückrunde sportlich alle Hoffnungen verspielt hat – ein Vorstand, der den Verein fast in den Ruin gewirtschaftet hat – vier Punkte Abzug – ein offenes Zerwürfnis mit den Fans – usw. An all das dürfen Verein und Fans nicht einfach mit einer großen Abschlussparty einen Haken machen, denn das ist die Garantie dafür, dass diese Fehler auch in der Zukunft fortgeführt werden.

Natürlich stehen wir hinter unserem Verein und wäre ich dieser Tage in Ostwestfalen, hätte ich mit Sicherheit auch im Block gestanden – wie übrigens auch bei den Spielen zuvor. Aber muss ich als Arminia-Anhänger meinen kritischen Verstand an der Kasse abgeben? (Die Antwort, die mir jemand in einer längeren Online-Diskussion gab: als langjähriger Armine habe man den eh schon verloren, es sei also egal.) Noch ist kein neuer Trainer gefunden, noch weiß keiner, wie die Mannschaft der nächsten Saison aussehen soll. Da wirkt diese Aktion eher wie die oft gerügte Selbstbeweihräucherung der Fans: solange wir singen, ist egal, wie die Mannschaft spielt.

Es bleibt viel zu tun für die Sommerpause, die Aufgabe der Fans dürfte es dabei sein, diese Entwicklung kritisch zu begleiten und die Mannschaft, wenn es wieder draufankommt, weiter zu unterstützen. Ein Leben lang / schwarz-weiß-blau ein Leben lang!

Super, 96! … Mai 9, 2010

Posted by Huge in Fußball.
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Fußball ist wie das Leben: ein hartes Geschäft. Aber manchmal gewinnen die Richtigen, so wie Hannover 96 an diesem letzten Spieltag. Eine Sympathiebekundung.

Der Fußballfan, der sein Leben nicht in Jahren, sondern in Saisons rechnet, hat viel zu leiden im Wonnemonat Mai, wenn sein Herz einem permanent existenzbedrohten Klub gehört. Wer wüsste das besser als ein Anhänger der Bielefelder Arminia, der sich nur entspannt zurücklehnen darf, wenn sein Verein in der Bedeutungslosigkeit versunken ist. Am letzten Spieltag kommt es dann Jahr für Jahr zum großen Showdown der Gefühle, in dem „himmelhoch jauchzend“ und „zu Tode betrübt“ so nah beieinander liegen, wie es Goethe nur gemeint haben kann. Und mir tun sie durchaus leid, diese Fans, deren verzerrte Gesichter uns über die Empfangsgeräte in den Haushalten erreichen, wie sie leiden, schreien, stöhnen und am Ende entweder feiern oder weinen.

Feiern darf nach dieser Saison Hannover 96. Völlig zu Recht möchte ich sagen (und ich darf das, denn zwischen der Arminia und 96 besteht eine enge Fanfreundschaft und ich war auch schon mal im 96-Block). Es ist unglaublich, was diese Mannschaft, diese Fans und dieser Verein in dieser Saison geleistet haben. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich der Tod von Robert Enke. Es lässt sich weder ausdrücken noch nachvollziehen, was diese Tragödie für die Mannschaft bedeutet haben muss. Die sportliche Bilanz vermittelt einen kleinen Eindruck: ein Punkt aus den ersten zwölf Spielen nach Enkes Selbstmord. Ich hätte damals alles darauf gesetzt, dass sich Hannover von diesem Schock nicht erholt. Sie haben das Unmögliche geschafft, wenngleich jeder, der gesehen hat, wie Enkes Nachfolger Florian Fromlowitz nach dem Abpfiff weinend vor seinem Tor zusammenbrach, weiß dass hier noch lange nicht Normalität eingekehrt ist.

Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Ein Fehlstart, der in dieEntlassung von Dieter Hecking mündete, sein Nachfolger Bergmann machte auf seiner ersten Trainerstation einen guten Job, musste aber während der beispiellosen Talfahrt ebenfalls seinen Hut nehmen. Mirko Slomka, als großer Psychologe angekündigt, schaffte es zunächst ebenfalls nicht das Ruder rumzureißen, stand kurz vor dem Abschuss und durfte dennoch ein Happy end feiern. Es gab verrückte Spiele mit drei Eigentoren; Gegentore, die aus unbeschreiblicher Dummheit (Durica gegen Stuttgart) resultierten; ein 0:7 in München und ein 1:5 gegen Bremen – dann aber wieder das sensationelle 4:2 gegen Schalke, den 6:1-Sieg über Mönchengladbach und das entscheidende 3:0 in Bochum.

Schön, dass wir Hannover 96 noch mindestens ein weiteres Jahr in der Bundesliga sehen dürfen. Diese Mannschaft hat es verdient. Wären wir nicht im unpersönlichen, formlosen Internet, wir sollten alle aufstehen und uns tief verbeugen. 45 Grad, mindestens.