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Ein Jahrzehnt wird besichtigt IV … Dezember 20, 2009

Posted by Huge in Uncategorized.
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Das Internet

Es gibt eigentlich nicht viel über diesen Punkt zu schreiben. Wir sahen es und sehen es noch immer, außerdem lässt sich das meiste an Pro- und Contra-Argumenten zum Internet an leicht zugänglichen Stellen (z.B. erst kürzlich in der Schirrmacher/Lobo-Debatte) nachlesen. Und allein der Umstand, dass dieser Text auf einem Blog im Internet erscheint, vervielfältigt und kommentiert werden kann, lässt erkennen, worum es geht.

Das Internet hat in diesem Jahrzehnt zunächst eine leichte Krise, dann aber eine fast beispiellose Erfolgsgeschichte erlebt. Fähigkeiten und Möglichkeiten der neuen Medienplattform (das Internet an sich ist ja eigentlich kein Medium) haben sich stetig erweitert. Dabei hat das Internet in sehr kurzer Zeit immer wieder neue Aufgaben übernommen: vom Militärinstrument über ein Geek-Spielzeug (sog. early adopters) zum Kommunikationsmittel und schließlich zum Web 2.0.

Das Internet bietet momentan zwei Möglichkeiten, von denen die eine eher sozial und die andere eher ökonomisch ist. Einerseits ist das Internet eine riesige Plattform zur Kommunikation, ob von Tür zu Tür oder über Kontinente hinweg. Es gibt Blogs, es gibt Websites, Chats, Social Networks und dergleichen mehr. Auch wenn der basisdemokratische Anspruch, den manche gern an das Internet stellen, kaum erfüllbar ist, hat sich im Netz so etwas wie ein offener Entfaltungsraum gebildet. Andererseits entsteht durch das Internet – zumindest vordergründig – eine enorme Zeitersparnis. Ebay, E-Mails und Google machen es möglich, in kürzester Zeit und ohne das Haus zu verlassen, einzukaufen, zu kommunizieren, Informationen aus aller Welt zu erhalten.

Doch auch hier auf dem Blog eines überzeugten Netizens sollen die bedenklichen Folgen nicht verschwiegen werden, die der Siegeszug des Internets gezeitigt hat. Herr Schirrmacher ist ja der Meinung, das Internet zermansche unser Gehirn. Das ist nun sehr hart und zudem unschön ausgedrückt, im Ansatz aber nachvollziehbar. Alles muss immer kürzer, immer schneller sein und so mancher fühlt sich von der an sich positiven Ubiquität und Fülle des Internets erdrückt.

Die Nuller waren die Geburtsstunde einer völlig neuen Internetkultur. Man muss für diesen Begriff nicht in die Blogosphäre oder andere netzaffine Gruppen schauen. Es reicht, sich deutlich zu machen, wie grundlegend das Internet die Lebensweise in fast allen Bereichen verändert hat – und das war erst der Anfang. Man darf gespannt sein, wie sich die technischen Möglichkeiten und deren Auswirkungen in den nächsten Jahren entwickeln werden, auch wenn man im Internet längst aufgehört hat, in Jahren zu rechnen.

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