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Ein Jahrzehnt wird besichtigt III … Dezember 17, 2009

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Der Euro

Was macht eigentlich der Euro, der offiziell schon seit 1999 als Währungsmittel an den Börsen gilt, in dieser Reihe? Seit 2002 bezahlen wir in Deutschland und vielen anderen EU-Staaten mit der europäischen Einheitswährung und nach einigem Abschiedsschmerz haben sich wohl auch die letzten abgewöhnt, Mark statt Euro zu sagen. Das erste, was ich mir damals am 2. Januar mit dem Euro kaufte, war übrigens eine Sportbild (damals noch einigermaßen erträglich) und eine Packung Fruchtgummi. In dieser Reihe aber soll der Euro abseits nostalgischer Sentimentalitäten uns als Sinnbild und Mahner an die fortgeschrittene Globalisierung der „Nuller Jahre“ dienen.

Europa, die Welt insgesamt ist in diesem Jahrzehnt zusammengewachsen. Nach den politischen Wiedervereinigungen, Unabhängigkeiten und Zusammenschlüssen der 90er geschah dieses Zusammenwachsen nun vor allem wirtschaftlich und auf nicht immer erfreuliche Weise. „Globalisierung“ ist mittlerweile zu einem gern verwendeten Kampfbegriff mutiert, der Assoziationen wie Niedriglöhne, Stellenabbau und „wegrationalisieren“ nach sich zieht. So hat die Globalisierung bei aller Vereinfachung des Finanz-, Handels- und Informationssystems eine eher hässliches Gesicht erhalten. Mit einer Selbstverständlichkeit kaufen wir heute Waren vom anderen Ende der Welt, die deutsche Firmen ebendort produzieren lassen, wie sie früher undenkbar gewesen wäre. Die Welt ist noch mehr zum Dorf geworden.

Vorläufiger Tiefpunkt ist die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise. Möglicherweise wird diese in einigen Jahren einen viel herausragenderen Platz in der Geschichtsschreibung erhalten, als diese mageren Zeilen hier. Doch von unserem heutigen „Sehepunkt“, wie der korrekte Historiker sagt, lassen sich die Folgen, Gefahren und Chancen eben noch nicht richtig einschätzen.

Ein weiterer, indirekt mit der Globalisierung verbundener Aspekt darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben: die drohende Klimakatastrophe. Das Bewusstsein für die Umweltproblematik hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund der zunehmenden Dringlichkeit des Themas erheblich gesteigert. Ohne Zweifel wird diese Frage in der Zukunft auch weiter an Wichtigkeit zunehmen.

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