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Ganz weit unten … September 28, 2009

Posted by Huge in Fußball.
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„Debakel“ ist noch eine sehr wohlwollende Beschreibung für das, was sich Hertha BSC in den letzten beiden Bundesligaspielen jeweils eingefangen hat. Zuerst vor einer Woche das 0:4 gegen den SC Freiburg im eigenen Stadion, am Sonntag dann ein 1:5 bei 1899 Hoffenheim. Dabei hatte die Hertha noch Glück, dass dank der Bundestagswahl Berlin und der Rest Deutschlands ein anderes Gesprächsthema hatte, neben dem die fußballerische Peinlichkeit fast vollends unterging.

Ich bin beileibe kein Hertha-Fan, nie gewesen, aber diese schonungslose Demontage des Klubs schockiert. Und man wird sich ja über die Geschicke eines Vereins Gedanken machen dürfen, den man in wenigen Wochen besuchen will. Was ist also schiefgegangen seit dem Ende der vergangenen Saison, als Hertha noch um die Meisterschaft mitspielte? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: die Mannschaft wurde ihrer Seele beraubt. Mit Joe Simunic, Andrej Woronin und Marko Pantelic gingen die besten Spieler, aus Geldnot kam kein gleichwertiger Ersatz. Im derzeitigen Kader verkörpern höchstens Kapitän Arne Friedrich und Gojko Kacar gehobene Bundesligaklasse. Umso mehr schmerzt es, dass nun auch Torwart Drobny verletzt ausfällt.

Doch die Gründe für die Hertha-Misere liegen auch tiefer. Auf dem Transfermarkt hat Hertha in den vergangenen Jahren kaum Erfolg gehabt. Als Hauptstadtklub stehen den Berlinern finanziell eigentlich alle Möglichkeiten offen, angesichts des riesigen Potentials von Sponsoren und Fans. Das wurde nicht genutzt. Für die Fans war zuletzt Ex-Manager Dieter Hoeneß der Hauptschuldige, doch mit der Inthronisierung von Michael Preetz vergrößerten sich die Probleme eher.

Die Konsequenzen für den Absturz müsste nun Trainer Lucien Favre tragen. Dem Ausverkauf der Leistungsträger hat er nicht entgegen gewirkt, die Neulinge brachten bisher keine Besserung. Favre wirkt hilflos, die Ergebnisse sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Nach neun Gegentoren in zwei Spielen und dem letzten Tabellenplatz ist der Schweizer eigentlich nicht mehr zu halten.

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