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Wahlen zu Hause und zu Hause … August 31, 2009

Posted by Huge in Politik.
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Zuhause I: Stadt Detmold/Kreis Lippe
Die aus meiner Sicht schlechteste Nachricht zuerst: SPD-Kandidat Rainer Heller bleibt, wie allgemein erwartet, Bürgermeister in Detmold, er setzte sich 68:32 gegen Stephan Grigat von der CDU durch. Die Mehrheit der Detmolder hat Hellers Amtszeit offenbar positiver wahrgenommen als ich, außerdem gilt Detmold seit quasi immer als SPD-Hochburg. Im Stadtrat wird die SPD die deutliche Mehrheit behalten, hier hätte ich von der FWG (5%) ein stärkeres Ergebnis erwartet. Die christliche Partei AUF kam auf recht beachtliche 2,3% und einen Sitz im Stadtrat. Für diejenigen meiner Ex-Lehrer, die sich aufstellen ließen, reicht es aber wohl nicht zum Einzug in den Stadtrat.
Landrat bleibt Friedel Heuwinkel (CDU), der sich gegen Kurt Kalkreuter (SPD, wg. seinen Wahlplakaten mit Lupe „Sherlock Holmes“ genannt ^^) durchsetzte. Im Kreistag bleibt die SPD stärkste Kraft. Alle Ergebnisse und Statistiken gibt´s hier.
Weil es so treffend ist, muss noch ein Zitat des bisherigen stv. Bürgermeisters Gerd Röttgen, der bei mir um die Ecke wohnt, hier rein. Meinem ehemaligen Brötchengeber, der Lippischen Landeszeitung, sagte er:
Ich habe sehr große Sorge, dass wir den Anschluss verpassen. Es kann nicht sein, dass die Kaufkraft in andere Zentren abfließt. Wir müssen für die Detmolder mehr attraktive Einkaufsangebote schaffen. Wir brauchen einen Lebensmittelmarkt in der Innenstadt. Ich bin auch der Meinung, dass wir ein Kino benötigen. Detmold hat gute Bevölkerungs-Prognosen, wir sind eine tolle Kulturstadt: Das reicht aber nicht aus. Wir leben von der Gewerbesteuer, und wenn wir die Entwicklung der Innenstadt nicht in den Griff bekommen, dann sehe ich keine gute Zukunft.
Zuhause II: Sachsen
Bei der Landtagswahl in Sachsen gab es keine großen Überraschungen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich und die CDU verteidigten ihre Mehrheit souverän, erreichten aber mit knapp 40% ein relativ schwaches Ergebnis. Aber was heißt das schon in diesen Zeiten und bei sechs Parteien im Landtag. Dahinter etablierte sich die Linke mit 20%, während die SPD gerade noch so auf 10% kam – Volkspartei geht anders. Die FDP verbesserte sich deutlich auf 10%, die Grünen auf 6%. Leider zogen – schändlich es zu sagen – auch die rechten Schweine von der NPD in den Dresdener Landtag ein. Mit 5,6% kamen sie zwar nicht annähernd an ihr Ergebnis von 2004 heran, entsenden aber dennoch acht Abgeordnete.
Stanislav Tillich kann sich nun den Koalitionspartner für die nächsten fünf Jahre aussuchen. Denkbar ist die Fortsetzung der Großen Koalition mit der SPD oder ein bürgerliches Bündnis mit der FDP.
War sonst noch was? Ach ja. Thüringen und Saarland haben auch gewählt, in beiden Ländern herbe Niederlagen für die CDU-Amtsinhaber. Gewinner waren jeweils Linke und FDP. Die Situation in den beiden Ländern ist nun ziemlich ähnlich, es gibt drei Möglichkeiten zur Koalitionsbildung: Große Koalition, Jamaika oder ein Machtwechsel mit dem ersten rot-rot-grünen Bündnis. Letzteres halte ich vor allem in Thüringen für eine Frage der Zeit.
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