jump to navigation

Das Ende eines Abenteuers … April 28, 2009

Posted by Huge in Fußball.
trackback

Das Projekt Klinsmann ist gescheitert: heute Vormittag entließ der FC Bayern seinen einstigen Hoffnungsträger. Unter dem Druck von Medien und Fans war die Entscheidung absehbar, verbessert die aktuelle Lage aber nur bedingt.

Lange haben die führenden Köpfe des FC Bayern die Geduld bewahrt, ungeachtet aller Tiefschläge wie des 0:4 in Barcelona und des 1:5 in Wolfsburg. Doch nach dem neuerlichen 0:1 gegen Schalke 04 am Samstag war es heute Zeit für ein Menschenopfer: Jürgen Klinsmann musste gehen. Obwohl der Huge kein Bayernfan ist und dem Projekt Klinsmann von Beginn an skeptisch gegenüber stand, macht diese Entscheidung doch ein wenig betroffen.

Mit großen Zielen und dem Versprechen „jeden Spieler jeden Tag besser“ zu machen, war Klinsmann an die Säbener Straße zurückgekehrt. Nicht nur dieses Vorhaben ist eindeutig gescheitert. Der FC Bayern erlebte eine Reihe von Niederlagen, wie sie in dieser Menge vielleicht in den vergangenen fünf Jahren vorkamen. Neben den erwähnten Spielen gegen Barcelona, Wolfsburg und Schalke stehen ein 2:5 gegen Bremen und 2:4 gegen Bayer Leverkusen im Pokal zu Buche. Den Verlust des Killerinstikts und der Fähigkeit, die entscheidenden Spiele zu gewinnen, muss man Klinsmann ankreiden.

Möglicherweise bahnt sich hier tatsächlich ein Paradigmenwechsel an, wie es mancher Beobachter vermutet, denn der Rekordmeister scheint immer mehr die Übermacht im deutschen Fußballgeschäft zu verlieren. Die Fehler, die Klinsmann gemacht hat, lassen sich eventuell auf seine mangelnde Erfahrung als Trainer zurückführen, vielleicht auch auf den riesigen Druck in München. Doch auch in der Kaderplanung sind vor der Saison einige offensichtliche Missstände nicht korrigiert worden. Ein international konkurrenzfähiges Team braucht eben internationale Klasse auf allen Positionen und die besitzt z.B. Christian Lell auf der rechten Abwehrseite eindeutig nicht. Genauso wenig reichen dreieinhalb Stürmer aus.

Nach dem Abenteuer Klinsmann steht der FC Bayern wieder bei Null, dort, wo man im Januar vergangenen Jahres die Verpflichtung des einstigen „Messias“ verkündete. Ein wenig fühlt man sich an die Episode Otto Rehhagel in München erinnert, die man aus den Geschichtsbüchern kennt. Jupp Heynckes als Interimslösung ist eine unerwartete und aus meiner Sicht nicht gerade vielversprechende Lösung. Einen 62-jährigen Rentner zusammen mit Hermann Gerland zu reaktivieren, ziemt sich eines FC Bayern nicht. Andererseits konnte man auch schlecht schon wieder Ottmar Hitzfeld bitten.

Nun geht die Trainersuche also wieder von vorn los. Wieder kursieren die immer gleichen Namen, bei der heutigen Pressekonferenz wurde Arséne Wenger genannt, zuvor schon Mancini, Schuster, Ancelotti, van Gall. Vielleicht Oliver Kahn? Oder sogar Lothar Matthäus? Oder bedient sich der FCB doch wieder in der Liga und holt Thomas Schaaf, Martin Jol oder Jürgen Klopp? Erschwerend kommt hinzu, dass mit Uli Hoeneß – man kann es sich kaum vorstellen – der Manager, die Seele des Vereins am Ende des Jahres von Bord geht. Die Nachfolger-Suche läuft nun also zweigleisig.

Advertisements

Kommentare»

No comments yet — be the first.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: