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Too close to call … April 7, 2009

Posted by Huge in Fußball.
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Das ist Fußball! An der Spitze drängeln sich die Klubs, ständig wechselt der Tabellenführer und Meister wird wohl jemand, dem man es nicht zugetraut hätte. Und das Schönste: es wird noch besser.

„Too close to call“ sagt man im Land begrenzten Unmöglichkeiten, wenn das Duell der Präsidentschaftskandidaten in einem Staat so ausgeglichen ist, dass eine verlässliche Prognose vorerst unmöglich erscheint. Ähnliches lässt sich vom Bundesliga-Meisterschaftskampf sagen. All die Experten, deren Kompetenz vor allem darin besteht, genau zu erklären, warum ihre Vorhersage nicht eingetroffen ist, lagen wieder einmal daneben. Oder auch nicht.

Denn einen Meistertipp zu haben ist in dieser Saison aussichtslos. Auf nichts und niemanden ist mehr Verlass, noch nicht einmal auf die doch so unerschrockenen Bayern. Die aber kassierten am Samstag bereits zum zweiten Mal in dieser Saison fünf Gegentore. Dieses vom VfL Wolfsburg und das auf eine Art und Weise, die den Wölfen spätestens jetzt in der ganzen Liga Respekt verschafft. Lange ist der FC Bayern nicht mehr so vorgeführt worden, wie von Grafite bei dessen 5:1-Treffer. Gemeinsam mit Sturmpartener Dzeko könnte der Brasilianer tatsächlich die Schale nach Wolfsburg holen.

Hertha BSC marschierte eine Zeitlang stramm vorweg und gewann auch die „Schweinespiele“, meist ein untrügliches Zeichen für den nächsten Meister. Doch am Samstag schwächelte die Hertha, unterlag zu Hause 1:3 gegen den BVB. Auch im Umfeld stimmt es wieder einmal nicht, Manager Hoeneß wird Streit mit der Führungsetage nachgesagt, hinzu kam der Ärger mit Patrick Ebert. Einen derartigen Höhenflug hätte der Hertha aber niemand zugetraut. Mit einem Team, das bis auf Pantelic zu Saisonbeginn keinen wirklich herausragenden Spieler vorweisen konnte, rollte Lucien Favre die Liga auf.

Auch den HSV hatten nach dem Abgang von Rafael van der Vaart die wenigsten auf der Rechnung. Erstaunlich und gleichzeitg bewunderswert, wie die Hamburger den Verlust ihrer zentralen Figur verkrafteten, wie Trochowski, Pitroipa, Petric und Olic gemeinsam für Ersatz sorgten. Der größte Anteil am überraschenden Erfolg gebührt aber Trainer Martin Jol, der den HSV zu einem echten Spitzenteam formte.

Fehlt nur noch der FC Bayern. Jeder Fußballfan weiß, dass man diese Mannschaft im Meisterschaftskampf nie abschreiben darf, solange die Schale rechnerisch noch auf dem Marienplatz landen könnte. Jürgen Klinsmann hatte erhebliche Startschwierigkeiten und auch die Bank des Rekordmeisters ist nicht mehr das, was sie mal war. Die Meisterschaft für Bayern in dieser Saison wäre eine riesige verpasste Chance für den Rest der Titelkandidaten.

Die heiße Phase allerdings beginnt erst jetzt. Im Endspurt der Saison wird sich zeigen, wer die Fitness und auch die mentale Stärke besitzt, den sportlichen und psychischen Druck durchzustehen. Klar ist, dass vor dem 34. Spieltag noch manches Wortgefecht ebenso wie hitzige Duelle auf dem Platz ausgetragen wird. Wir Fans dürfen uns auf ein hochinteressantes Bundesligafinale freuen. Hinzu kommt schließlich auch noch der Europacup. Am Mittwoch trifft Bayern in der Champions League im vorläufigen Spiel des Jahres auf den FC Barcelona, derzeit vielleicht der Verein mit dem besten Kader der Welt. Und auch hier gilt: Too close to call …

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