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Die Zukunft ist ein Netz … März 22, 2009

Posted by Huge in Internet.
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Den einen gelten die neuen Kommunikationsformen des Internets als Risiko, den anderen eröffnen sie neue Welten. Ein Plädoyer gegen die Angst.

Als vor einiger Zeit das studiVZ mit einer Änderung seiner AGB Aufsehen erregte, war die Panik groß: Datenschutz, Privatsphäre, Weltuntergang. Bis auf ein paar abgekürzte Namen, wenige gelöschte User und einige neue Funktionen hat sich nicht viel geändert, nicht einmal die Herzchen in den Namen sind weniger geworden. Fazit: Viel Lärm um nichts!

Die Ressentiments sind vor allem bei der Ü30-Fraktion groß, wenn es um die social networks im Internet, um Blogs oder Chats geht. Unverständnis äußert da auch unser Medienpädagogik-Professor in so mancher Vorlesung angesichts der „Seelenstrips“ einiger User. Na und? Gerne darf jeder sehen, welche Musik ich mag, wer meine Freunde sind, was ich studiere und was mein Lieblingsessen ist.

Personalisierte Werbung soll es dann geben – meinetwegen. Denn auch in der schönen neuen Ubiquitäts-Internetwelt finanziert sich kein Server von selbst. Die Möglichkeiten, die social networks und dergleichen eröffnen, sind ungleich größer und werden weitestgehend unterschätzt. Wie geschrieben ist die Internet-Vernetzung der unter 30-jährigen noch relativ gering, doch spätestens seit unserer Generation wird die Zukunft ein Netz sein. Ein Netz, das über das Internet in jeden Winkel der Welt reicht und jeden mit jedem verbindet. Es ist – zumindest in der Theorie – ein Ideal der globalen, orts- und zeitunabhängigen Kommunikation.

Selbstverständlich ist das Internet ein zweischneidiges Schwert. Auch ich, der ich hier im Blog viel (zu viel?) über mich, mein Leben und meine Ansichten erzähle, achte darauf, zumindest an dieser Stelle nicht meinen vollen Namen anzugeben, obwohl ich streng genommen rechtlich dazu verpflichtet wäre. Das Internet aber, ich erwähnte es mehrmals, bietet nicht nur die Möglichkeit der Vernetzung, des Kontakts, sondern auch die Möglichkeit, seine eigenen Ansichten und Ideen auf einer Plattform, so bescheiden sie auch sein mag, zu verbreiten. Jeder darf seinen Teil sagen, auch wenn nicht jeder gehört wird. Es will auch gar nicht jeder gehört werden. Manche Dingen müssen raus, auch wenn sie nirgends ankommen.

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