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Anarchie im Königreich … Januar 5, 2009

Posted by Huge in Fußball.
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„Hätten wir ein Königreich, täten wir´s den Schalkern gleich“ – so singen es die königsblauen Fans oft und gern in ihrem Vereinslied „Blau und Weiß, wie lieb ich dich“. Doch statt Monarchie dürfte im Schalker Reich Anarchie herrschen. Denn in Gelsenkirchen regiert seit längerem Käpt´n Chaos. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Mit Ach und Krach haben Manager Andreas Müller und Trainer Fred Rutten ihre Jobs ins neue Jahr hinübergerettet. Vor allem Müller steht aber nach wie vor im Kreuzfeuer der Kritik. Einen vermeintlichen Top-Transfer nach dem anderen hat der Ex-Eurofighter getätigt, seit er an vorderster Front steht. Doch kaum einer der Neuen schlug ein, die meisten pendelten zwischen Bank und Tribüne. Unruhe in Mannschaft, Vorstand und bei den Fans ist dabei vorprogrammiert.

Auf Schalke macht längst jeder, was er will. Zehn Spieler fehlten zum Trainingsauftakt nach der Winterpause – angeblich mit Fred Rutten abgesprochen. Am nächsten Tag suspendierte Rutten mit Albert Streit, Gustavo Varela und Peter Lövenkrands – offiziell aus sportlichen Gründen. Das Ausmaß der verkorksten Schalker Transferpolitik zeigt sich an Albert Streit: für 2,6 Millionen vor genau einem Jahr aus Frankfurt gekommen, 14 Spiele, kein Tor. Das Geld ist dahin.

Weitere Probleme stehen ins Haus. Der seit August schwelende Streit mit Rafinha um dessen Olympiateilnahme und die Geldstrafe von 700.000 € ist noch nicht geregelt. Zé Roberto II (3 Mio. Ablöse im Januar 08) hat bereits angekündigt, aus dem Urlaub nicht zurückzukehren: zu kaltes Wetter, zu frühes Training. Kevin Kuranyi wird weiterhin von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Kein Wunder, auf Schalke ist Fußball eine Glaubensfrage.

Dass in der Veltins-Arena auch noch Fußball gespielt wird, gerät dabei ganz schnell in Vergessenheit. Unter Fred Rutten stagniert die Mannschaft und spielt in der Bundesliga sportlich eine Nebenrolle. Mit Müller und Rutten sollte ein Neuanfang gemacht werden, der ordentlich in die Hose ging. Das Aus für Müller dürfte kaum noch abzuwenden sein, eine Lösung für die Probleme ist aber noch lange nicht gefunden. Die Zeit drängt, damit es bald wieder heißen kann: „Tausend Freunde, die zusammenstehen, dann wird der FC Schalke niemals untergeh´n“.

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