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Überraschungen, Enttäuschungen – Die deutschen Spiele … August 24, 2008

Posted by Huge in Sportiv.
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Jetzt, da das Olympische Feuer für vier Jahre erloschen ist und die Zeit der Olympiade wieder anbricht, wird es Zeit, das Erlebte, Gesehene und Geleistete Revue passieren zu lassen.

Eine Menge Gesprächsbedarf besteht im Deutschen Schwimmverband. Regelrecht untergegangen sind die deutschen Schwimmer im Water Cube von Peking. Dass sie nicht vollends ertranken, ist lediglich den zwei Goldmedaillen von Britta Steffen über die Kurzstrecken zu verdanken. Bleibt zu hoffen, dass diese Teilerfolge nicht das katastrophale Abschneiden kaschieren. Alle haben enttäuscht – bis auf Steffen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Paul Biedermann und Annika Lurz.

Die Ruderer erlebten in Peking ein einziges Desaster. Der Achter – einst deutsches Paradeboot – lief als Letzter ein, Marcel Hacker verpasste das Finale. Lediglich der Frauen-Vierer mit Kathrin Boron an der Spitze brachte immerhin Bronze nach Hause. Die Ehre des deutschen Wassersports retteten – wie so oft – die Kanuten, die drei Siege erpaddelten.

Größtenteils enttäuschend auch die Resultate in den Mannschafts- und Ballsportarten. Für die Fußballfrauen reichte es zwar zu einer ehrenhaften Bronzemedaille, das Ziel Gold wurde aber verfehlt. Die Hockeyspielerinnen verpassten Rang drei. Dass das olympische Halbfinale erstmals seit mehr als 20 Jahren keinen deutschen Tennisspieler sah, überraschte niemanden. Die Basketballer Am schlimmsten erwischte es die Handballer: Frauen und Männer schieden trotz großer Erwartungen kläglich in der Vorrunde aus. Höchst erfreulich dagegen die grandiose Leistung der Hockeyherren, die mit Gold belohnt wurde.

Fabian Hambüchen musste sich gleich dreimal mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Schlimmer noch: an seinem Paradegerät, dem Reck, stürzte er doppelt, patzte auch bei der Einzelkür. Immerhin wurde es beim Einzelwettkampf am Reck noch die Bronzemedaille. Bei aller Sympathie, Hambüchen muss sich den Vorwurf gefallen lassen, im Vorfeld zu hohe Erwartungen und zu viel Druck erzeugt zu haben. Umgehen konnte der 20-jährige damit offensichtlich nicht.

Als Goldgaranten glänzten erneut die Reiter. In der Vielseitigkeit und der Dressur stand die deutsche Equipe ganz oben, in der Einzel-Dressur holten Isabell Weerth und Heike Kemmer Silber und Bronze. Ganz besonders ritt sich Hinrich Romeike als Doppelolympiasieger in den Vordergrund. Die Springreiter erwiesen sich allerdings nicht gerade als „Goldene Reiter“, mit dem Tiefpunkt der positiven Dopingprobe bei Christian Ahlmanns Pferd Cöster.

Neben den verpassten Chancen, kleinen und großen Enttäuschungen steht aber eines fest: Es waren erfolgreiche Spiele für Deutschland. Die Bilanz von Athen und Sydney, 13 Goldmedaillen, wurde mit 16 Siegen klar übertroffen. Für die Fechter sorgten Benjamin Kleibrink und Britta Heidemann innerhalb von 20 Minuten für einen Doppelsieg. Emotionale, große Momente erzeugten wieder einmal die Randsportarten: die beinahe übermenschlichen Kräfte des Matthias Steiner, die Vielseitigkeit von Lena Schöneborn, die Akrobatik eines Ole Bischof. Ob man in zwei Monaten ihre Namen noch kennt? Egal. Sie sind Olympiasieger, Helden für die Ewigkeit.

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