jump to navigation

Beobachtungen an einem Weltrekordler … August 21, 2008

Posted by Huge in Sportiv.
trackback

Es sind nicht für möglich gehaltene Fabelzeiten. 100 Meter in 9,69 Sekunden. 200 Meter in 19,30 Sekunden. Es sind die Weltrekordzeiten des Usain Bolt.

Innerhalb von nur vier Tagen stellte der Jamaikaner die Sprinterwelt auf den Kopf und damit auch eine Menge Fragen. Denn wer das 100-Meter-Finale verfolgte, kam um einen bitteren Beigeschmack nicht herum. Bolt verbesserte seinen eigenen Weltrekord, aber wie: mit offenen Schnürsenkeln, schon nach 70 Metern begannen die Gold-Feierlichkeiten. Der neue Carl Lewis begann schon 30 Meter vor dem Ende der Strecke, triumphierend in alle Richtungen zu blicken, sich siegessicher an die Brust zu schlagen. Den 200-Meter-Weltrekord stellte Bolt trotz Gegenwind auf.

Kann ein sauberer Athlet unter diesen Umständen solche Zeiten laufen? Nicht umsonst bezeichnet der einzige deutsche 100-meter Sprinter Tobias Unger den Höhepunkt der Leichtathletikwettbewerbe als „Riesenverarschung“. Auch wenn Unger schon immer zu krassen Formulierungen neigte, der Eindruck verfestigt sich. Solange das Anti-Doping-System nicht auch in Ländern wie Jamaika, Russland oder China greift, sind Höchstleistungen in Sportarten wie Gewichtheben, Radfahren, Leichtathletik oder Schwimmen (Phelps!?) mit Vorsicht zu genießen.

Bis zum Beweis des Gegenteils gilt: Bolt war sauber, wie alle anderen Medaillengewinner auch. Wir würden so gern dran glauben.

Advertisements

Kommentare»

No comments yet — be the first.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: