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Sastre gewinnt Königsetappe … Juli 24, 2008

Posted by Huge in Sportiv.
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O ja, es war ein richtiger Höllenritt gestern für das Fahrerfeld. Die 17. Tour-Etappe führte über insgesamt 210 Kilometer und gipfelte (im wahrsten Sinne des Wortes) in der Bergankunft in L´Alpe-d´Huez, der wohl brutalste Teil der Rundfahrt. Doch bevor es wirklich spannend wurde, setzte sich schon früh eine vierköpfige Ausreißergruppe an die Spitze. Mit dabei wie schon am Vortag: Stefan Schumacher vom Gerolsteiner-Team. Doch das Peloton holte auf, aus der Gruppe blieb nur der Slowake Peter Velits vorne, der seinen Vorsprung jedoch ebenfalls einbüßte. Geschlossen ging das Feld den Schlussanstieg nach L´Alpe-d´Huez an, und der ein oder andere dürfte mehrmals seinen Start bei dieser Etappe verflucht haben angesichts des brutalen Schlusstücks mit durchschnittlich 6,6 % Steigung auf 12,6 Kilometer.

Das wieder einmal bärenstarke CSC-Team machte bereits zu Beginn der Kletterpartie Tempo, Carlos Sastre gelang umgehend ein Ausreißversuch. Allen Unkenrufen zum Trotz baute der Spanier seinen Vorsprung aus, aus dem Peloton ging lediglich Euskaltel-Fahrer Samuel Sanchez hinterher. Die Gruppe um Bernhard Kohl und Cadel Evans konnte Sastre nicht folgen, auch aufgrund fehlender Unterstützung aus ihren Teams, zumal Sastres Stallkollege Andy Schleck ebenfalls nach vorne fuhr und seinen Kapitän unterstützte. Mit einem komfortablen Vorsprung von 2:03 Minuten fuhr Sastre ins Ziel und übernahm damit auch das Gelbe Trikot von seinem Teamkollegen Frank Schleck.

Sastre gilt nun wohl als Favorit auf den Toursieg, liegt nun 1:24 Minute vor Frank Schleck – ebenfalls CSC – und 1:33 vor Bernhard Kohl. Evans fehlen 1:34 auf Platz eins in der Gesamtwertung. Die Entscheidung um das Maillot Jaune fällt aller Wahrscheinlichkeit nach am Samstag im Einzelzeitfahren, das Spannung pur garantiert. Bis dahin dürfte Sastre gelb behalten, gibt es doch auf den folgenden beiden Bergetappen kaum Chancen, große Änderungen herauzufahren. Auf der „Tour d´honneure“ am Sonntag nach Paris darf bekanntlich nicht mehr attackiert werden.

Meiner Meinung nach dürfte die Entscheidung um den Sieg nun am Samstag zwischen Sastre und Evans fallen. Sastre hat Schwächen im Zeitfahren, was wiederum Evans liegt. Jedoch ist 1:34 kein Pappenstiel, ein einigermaßen passabler Zeitfahrer sollte diesen Vorsprung halten können.

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